Warum ich den Kassenbon kontrolliere

Ich liebe Kopfrechnen. Wenn es in der Schule hieß – wir machen jetzt Ecken-Rechnen – hab ich mich gefreut wie eine Schneekönigin. Und diese Freude habe ich mir bis heute erhalten. Ich rechne zusammen, wenn immer ich Zahlen sehe. 

Challenge Accepted!

So kenne ich eigentlich alle Preise der Lebensmittel, die ich kaufe und überschlage schon beim Ausräumen aufs Band was in etwa der Einkaufspreis sein wird. Natürlich nicht Cent-genau 🙂 Und doch habe ich hier schon mal eine Punktlandung geschafft! Es sind diese Momente wo ich meinen Mann dann angucke und mir nicht ganz sicher bin ob ich Bewunderung oder Verwunderung in seinen Augen sehe 🙂 Für mich ist das eine kleine Challenge geworden. Darüber hinaus hilft mir das Vorab-Rechnen bei der Überprüfung der tatsächlichen Einkaufssumme. 

Den Kassenbon zu prüfen ist wichtig

Aber keine Angst, wer Kopfrechnen nicht zu seinen leidenschaftlichen Passionen zählt, kann und sollte mit Hilfe des Kassenbons prüfen. Seit ich denken kann bin ich gerne Lebensmittel einkaufen gegangen. Meine Mum hat stets nach dem Bezahlen den Kassenbon kontrolliert. Ja, am Anfang fand ich es irgendwie verrückt, da im Kassenbereich zu stehen und alle Positionen nochmal durchzugehen. Ich habe aber schnell gemerkt wie wichtig das ist! So kommt es heute bei etwa jedem dritten Lebensmittel- und Drogerieeinkauf vor, dass eine Position zu viel abgerechnet wurde. Natürlich ist das ist kein böser Vorsatz. Fehler passieren einfach bei der schnellen Erfassung unzähliger Artikel. Das monotone Beeb-Konzert in so manchen Supermärkten tut da sei Übriges. 

Auch Kleinvieh macht Mist

Allerdings kam es auch schon vor, dass eine Zahnbürste mit einem 3x höheren Preis im System eingebucht wurde. Statt 2.99€ waren dann 8,99€ auf dem Bon. Durch den niedrigeren errechneten Preis und die direkte Überprüfen im Laden – und das ist wichtig – konnte ich direkt Reklamieren. Im Regelfall handelt es sind um kleinere Beträge. Hier mal eine Butter zu viel berechnet (1.49€), dort eine Tafel Schokolade (1€) oder eben auch eine Packung Pistazien (3.99€). Wenn ich das überschlage, würde ich ohne Kontrolle im Durchschnitt etwa einmal im Monat etwas zu viel bezahlt.  Das sind hochgerechnet natürlich nur 15-20€ pro Jahr. Aber wir wissen ja alle – auch Kleinvieh macht Mist!

Fazit

Ich freue mich immer, wenn ich etwas entdecke. Neben dem Training meiner grauen Zellen, lerne ich jedes Mal erneut den Umgang mit unangenehmen Situationen. Jemanden auf ein Versehen hinweisen ist ja nicht das Leichteste. Meiner Erfahrung nach sind die Mitarbeiter hier stets sehr zuvorkommend und kooperativ. Das vielleicht wichtigste Argument für das Kontrollieren des Kassenbons ist, dass es mich für die Preise von Lebensmitteln sensibilisiert. Ich kaufe zielgerichteter ein und verschwende weniger. Denn ich weiß ganz genau, wenn beispielsweise Trauben schlecht geworden sind, welchen Wert ich da grade entsorgen muss. Und das ist nicht nur für mein Gewissen und die Umwelt schlecht, sondern auch für mein Portemonnaie. Kontrollierst du auch den Kassenbon? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich auf deine Gedanken, 

Deine Eva

2 Kommentare

  1. Bei Lidl gibt’s jetzt nen elektronischen Bon, in deren App.

  2. Danke für deinen Kommentar und die Info!
    Sehr gut so ein e-Bon, nicht nur praktisch, sondern auch umweltschonend 🙂

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