Debitkarte & girocard einfach erklärt

Von Marcel

Finanzfreak & passionierter Investor

Es ist viel los auf dem deutschen Kartenmarkt. Gerade wer sich mit dem Girokonto beschäftigt, wird in diesem Zusammenhang oft unterschiedliche Karten-Begriffe hören. girocard, EC-Karte, Debitkarte oder auch Maestro. Darüber hinaus bieten viele Banken ergänzend zum Girokonto auch noch Kreditkarten an. Zeit sich dem Thema zu widmen und Struktur in den Kartendschungel zu bringen. 

Debitkarte vs. Kreditkarte

Starten wir mit einer grundsätzlichen Abgrenzung. Hier gilt es zunächst einmal die Debitkarte von der Kreditkarte zu unterscheiden. Das Hauptmerkmal was die zwei unterscheidet ist der Zeitpunkt der Kontobelastung. 

Die Debitkarte leitet sich dabei aus dem Englischen „to debit“ ab und bedeutet übersetzt soviel wie „ein Konto belasten“. Und genau das passiert auch bei der Bezahlung mit einer Debitkarte. Hier wird dir nach dem Zahlen das Geld direkt von deinem Konto abgebucht.

Bei der Bezahlung mit einer Kreditkarte wird der Betrag nicht direkt, sonder später abgebucht. Dem Nutzer der Kreditkarte wird quasi ein kurzer Kredit gewährt. Hierdurch lässt sich auch der Name „Kreditkarte“ erklären. Dabei gibt es unterschiedliche Kreditkarten-Typen. Die bekannteste Form ist die so genannte Charge Card. Hierbei erfolgt die Abrechnung in der Regel monatlich. 

Sowohl mit einer Debit- als auch mit einer Kreditkarte kannst du an der bargeldlosen Bezahlung teilnehmen und Bargeld abheben. Steigen wir jetzt tiefer in das System Debitkarte ein.

Nationale und internationale Debitsysteme

Hinter jeder Debitkarte steht immer auch ein Zahlungssystem. Dieses Zahlungssystem braucht dabei ein Netzwerk. Dieses besteht aus uns als Kunden, den Banken und Zahlungsdienstleistern (z.B. Mastercard oder Visa) sowie den Geschäften am sogenannten Point of Sale. Ob und wo mit einer Debitkarte bezahlt werden kann, hängt also davon ab, dass das Zahlungssystem von allen Beteiligten akzeptiert wird. Dabei gibt es sowohl nationale als auch internationale Debitsysteme

girocard – der deutsche „Klassiker“

Girocard ist das deutsche Debitsystem und der „Klassiker“. Nach dem Bargeld ist sie die meistbenutzte Bezahlform. Mit der girocard kann deutschlandweit an über mehr als 900.000 Terminals bezahlt werden. Erkennen kannst du girocard am folgenden Logo. 

Quelle: EURO Kartensysteme GmbH

Wenn du mit deiner girocard z.B. im Supermarkt bezahlst, wird dir der Betrag direkt vom Konto abgebucht, Debit-Style eben. Die girocard als Debitsystem wird von der Deutschen Kreditwirtschaft, also quasi von den deutschen Banken organisiert. Und hier liegt auch das Problem. Mit der girocard kannst du nicht im Ausland bezahlen bzw. Geld abheben. Ein echtes Manko in unserer heutigen Zeit. Übrigens, bis 2007 hieß die girocard noch EC-Karte

Co-Branding mit Maestro & VPay

Dennoch wirst du deine girocard vielleicht schon im Ausland genutzt haben. Doch wie ist das möglich? Das liegt daran, dass mittlerweile die meisten girocards, über die nationale Lösung hinaus, zudem noch international anerkannte Debitsysteme von Mastercard und Visa nutzen. Das Debitsystem von Mastercard z.B. heißt Maestro und ist weltweit gültig. Das Gegenstück von Visa heißt VPay und ist in Europa gültig. Durch dieses Co-Branding ist es möglich, auch mit der deutschen girocard im Ausland zu bezahlen bzw. Geld abzuheben. Aber Achtung, oftmals fallen hierfür zusätzliche Gebühren an. 

Mastercard und Visa haben das Potential internationaler Zahlungsabwicklungen früh erkannt und internationale Standards geschaffen. Ohne die beiden Player geht heute nicht mehr viel. Erkennen kannst du das Co-Branding übrigens an der Kombination der beiden Logos auf deiner Karte. 

Quelle: Sparkasse Fürth

Quelle: BVR

Debitkarten von Mastercard und Visa

Damit haben wir das Kartenuniversum für Debitsysteme aber leider noch nicht ganz abgedeckt. Die beiden US-Giganten Mastercard und Visa bieten mittlerweile nämlich auch in Deutschland immer öfter eigene Debitkarten an. Die Debitkarte von Mastercard heißt Debit Mastercard, die von Visa Visa Debit. Die Karten werden dabei nicht direkt von den Zahlungsdienstleistern ausgegeben, sondern über lizensierte Banken. 

Quelle: Mastercard Europe SA

Quelle: Visa Europe Services Inc. 

Zu Beginn waren es fast ausschließlich sogenannte Neo-Banken wie N26, die das Angebot der US-Firmen nutzten und auf eine girocard verzichteten.  Mittlerweile schwenken aber auch immer mehr klassische Banken um und bieten standardmäßig nur noch eine Debitkarte von Mastercard oder Visa an. Die girocard wird dann oftmals nur noch auf Nachfrage zur Verfügung gestellt. 

Doch worin liegen die Vorteile gegenüber der girocard? Die Debitkarten der US-Anbieter nutzen die selben Systeme wie ihre Kreditkarten. Deshalb können sie, anders als die girocard, problemlos beim Online-Shopping sowie auf Auslandsreisen (Bezahlen und Bargeldabhebung) eingesetzt werden. Des Weiteren gestaltet sich auch die Einbindung an weitere Zahlungssysteme wie z.B. Apple Pay einfacher.

Fazit

Es tut sich viel auf dem Kartenmarkt. Die girocard ist und bleibt mit Sicherheit noch länger eine wichtige Karte. In Deutschland lässt sich damit nahezu in allen Geschäften problemlos bezahlen. Dennoch sind die US-Anbieter Mastercard und Visa auf dem Vormarsch. Immer öfter verzichten Banken auf die standardmäßige Ausgabe einer girocard und nutzen stattdessen die Debit Mastercard oder Visa Debit. Sie bieten gerade für digital affine Personen Vorteile, da mit ihnen einfach online bezahlt werden kann. Darüber hinaus kann mit den Debitkarten weltweit gezahlt und oftmals kostenlos Bargeld abgehoben werden. 

Wir nutzen folgende Girokonten

DKB-Cash

kostenlose Kontoführung

Kostenlose Kreditkarte

weltweit kostenlose Bargeldabhebung

weltweit kostenlose Kartenzahlung

Girokonto

kostenlose Kontoführung bei aktiver Nutzung

deutschlandweit kostenlose Bargeldabhebung

weltweit 3 kostenlose Bargeldabhebung / Monat

€-weit kostenlose Kartenzahlung

Weitere Girokonto-Angebote findest du hier

Wofür steht der Stern (*)?:
Wir bereiten Finanzwissen für dich kostenlos auf, damit du deine Finanzen in die eigenen Hände nehmen kannst. Damit das so bleiben kann, finanzieren wir unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate-Links. Die erkennst du an einem Sternchen (*). Eröffnest du z.B. ein neues Konto über unsere Homepage, bekommen wir eine kleine Provision. Für dich fallen keine zusätzlichen Kosten an. Danke für deine Unterstützung. 

Teile Finanzwissen

Das könnte dir auch gefallen

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.